«Jede und jeder soll die Chance haben, ihre oder seine Höhenflüge zu machen.»

Kathrin Johner leitet seit 2015 die Abteilung Kundenservice in der Bibliothek Münstergasse – mitten in der schönen Berner Altstadt. Im Gespräch erzählt sie, warum sie die Kultur an der Universität Bern schätzt, was die Bibliothek Münstergasse besonders macht und wie sie ihr Team gezielt fördert.

Eine Frau sitzt draussen angelehnt an die Wand, vor einem Fenster mit Uni-Logo.
Bild: Dres Hubacher

Interview mit Kathrin Johner, Leiterin Kundenservice

Seit wann bist du an der Universität Bern tätig und in welcher Funktion?
Ich leite seit 2015 die Abteilung Kundenservice in der Bibliothek Münstergasse.

Was macht die Universität Bern für dich als Arbeitgeberin besonders?
Ich schätze vor allem die gelebte Du-Kultur: Wir begegnen uns auf Augenhöhe, und man darf hier ganz sich selbst sein. Besonders ist auch die Vielfalt. Als Volluniversität deckt die Uni Bern ein breites Spektrum an Fachrichtungen ab – das spiegelt sich auch in den Bibliotheken wider. Keine Bibliothek ist wie die andere, und jede hat ihre eigene Berechtigung.

Wie trägst du persönlich zur Arbeitskultur bei?
Mir ist eine Kultur der Wertschätzung und des konstruktiven Feedbacks sehr wichtig. Ich möchte, dass mein Team sich entfalten kann. Das beginnt schon bei der Auswahl neuer Mitarbeitenden, bei der ich bewusst auf die Stärken der Bewerbenden achte, und setzt sich in der Weiterentwicklung fort: Jede und jeder soll die Chance haben, ihre oder seine „Höhenflüge“ zu machen.

Welcher Begriff beschreibt die Uni Bern für dich am besten?
Für mich ist es die Vielseitigkeit – sowohl in den Menschen, die hier arbeiten, als auch in den Aufgabenbereichen.

Welche Fördermassnahmen haben dich besonders unterstützt?
Sehr hilfreich war für mich das CAS Academic Leadership. Dieser Kurs hat mich in meiner Führungsrolle gestärkt und mir neue Perspektiven für die Förderung und Wertschätzung meiner Mitarbeitenden eröffnet.

Wie sieht für dich ein idealer Arbeitstag aus?
Mein Tag beginnt mit einem Austausch mit den Mitarbeitenden an der Ausleihtheke – so bekomme ich frühzeitig ein Stimmungsbild und kann mögliche Probleme sofort erkennen. Danach mache ich einen Rundgang durch das Gebäude, um die öffentliche Nutzung im Blick zu behalten und bei Bedarf Massnahmen fürs Lernraummanagement abzuleiten. Im Laufe des Tages folgen Besprechungen mit Vorgesetzten und Dienststellenleitenden, und nach einer Pause in der „Lesebar“ konzentriere ich mich am Nachmittag auf Projektarbeit.

Was macht die Bibliothek Münstergasse besonders?
Sie ist sowohl Universitäts- als auch Kantonsbibliothek. Dadurch haben wir eine sehr heterogene Kundschaft – von Studierenden über Berufstätige bis hin zu Seniorinnen und Senioren. Wir nehmen Feedback aktiv auf und entwickeln daraus gezielte Verbesserungen. Diese Vielfalt macht unsere Arbeit besonders spannend und gibt uns die Kraft, Veränderungen anzustossen.